Nahe: Weinkulturelle Höhepunkte prämiert

16.05.2010 | Mainz
Die Klosterruine Disibodenberg, wo die ältesten Reben Deutschlands wachsen, das Gut Hermannsberg, wo einst Kupfererze geschürft wurden, und das Freilichtmuseum Bad Sobernheim, wo historischer Weinbau lebendig wird: Alle drei kulturhistorischen Stätten wurden am Sonntag, den 16. Mai 2010, durch das Deutsche Weininstitut (DWI) als "weinkulturelle Höhepunkte" prämiert.

Frank Schulz, Leiter Kommunikation im Deutschen Weininstitut, überreichte Matthias Adams, Eigentümer des Weinguts von Racknitz-Adams, eine gerahmte Ehrenurkunde sowie eine Gedenktafel als Zeichen der Wertschätzung des Engagements für Deutschlands Weinkultur an der Nahe. Ausgezeichnet wurde die Klosterruine Disibodenberg, deren kulturhistorischer Bekanntheitsgrad untrennbar mit den Klostergärten und deren Weinbergen verbunden ist. Hier wurden die ältesten Weinreben Europas entdeckt. Die Weinberge werden seit Jahrhunderten von der Familie von Racknitz bewirtschaftet. 1998 gründete Freifrau Ehrenfried von Racknitz eine Stiftung, die sich dem Erhalt der Klosterruine Disibodenberg und der Förderung des Gedankengutes der Hl. Hildegard von Bingen widmet.

Zu den prämierten "Höhepunkten der Weinkultur" zählt weiterhin das Freilichtmuesum Bad Sobernheim. Die Ehrung dafür nahmen Landrat Franz-Josef Diel und Dr. Michael Schimek, Direktor des Freilichtmuesum, entgegen. Die dritte Auszeichnung des Deutschen Weininstituts erhielt Oliver Müller, Geschäftsführer des Gut Hermannsberg in Niederhausen.

Bei allen drei prämierten "Höhepunkten der Weinkultur" handelt es sich um besondere Orte, die die Geschichte und Tradition des Weinbaus, die Leistungen der Weinwirtschaft und das Kulturgut Wein dokumentieren. Eine unabhängige Jury hatte zuvor aus über 100 eingereichten Vorschlägen aus allen Anbaugebieten 40 weinkulturelle Höhepunkte ausgewählt.

Doris Ahnen, Ministerin für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur der rheinland-pfälzischen Landesregierung, betonte während des Festaktes die Bedeutung des Weinbaus für das Bild unseres Landes in der Welt: "Der Weinbau und das Interesse der Weingenießer führt ganz unterschiedliche Menschen zueinander. Das bereichert unsere Gesellschaft", so die Ministerin. "Die Auszeichnung 'Höhepunkt der Weinkultur' des DWI sollte uns allen Ansporn sein, diese einmalige Kultur zu pflegen, um so am positiven Image des Landes und der Nation mitzuwirken".

"Mit dieser Aktion wollen wir die Menschen für unser Kulturgut Wein sensibilisieren und dazu animieren, selbst in die Regionen zu fahren, um dort vor Ort zu erleben, was Weinbau in Deutschland bedeutet", erläuterte Frank Schulz das Projekt. "Vielen Menschen - insbesondere außerhalb der Weinregionen - ist nicht bekannt, dass Deutschland ein Weinland mit einer über zweitausend Jahre alten Weinkultur ist, die die Menschen sowie die Land- und Ortschaften nachhaltig geprägt hat. Unsere "Höhepunkte" sind lebendige Zeitzeugen dieser Weinkultur und bieten für Touristen spannende Anlaufpunkte, um sich mit dem Thema zu beschäftigen", so Schulz weiter.

Quelle: Pressemeldung Deutsches Weininstitut GmbH

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