Nachtschwärmer präsentieren ihre Unikate

19.08.2010 | Münster
Kinder des Skateboard-Workshops stellen im LWL-Landesmuseum ihre Werke vor

Schon immer haben Künstler die Nacht gemalt. Im Workshop "Nachtschwärmer: Skateboardgestaltung" des LWL- Landesmuseums für Kunst und Kulturgeschichte übernahmen zwölf Kinder dieses Motiv und gestalteten mit ihren individuellen Ideen zum Thema "Nacht" Skateboarddecks.

Im Rahmen der sechswöchigen U20-Sommerakademie im Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) wurden zwölf Kinder im Alter von elf bis 15 Jahren für drei Tage Skateboardgestalter und hatten die einmalige Gelegenheit Skateboarddecks ihre individuelle Note zu geben. Drei Stunden täglich skizzierten, malten, klebten und schliffen die Kinder die Decks, die Titus Dittmann in Münster zur Verfügung gestellt hatte.

Neben der kreativen Arbeit stand auch die Vermittlung von Kunst im Vordergrund.

"Die Herausforderung bei diesem Workshop besteht darin, den Bezug zu den Kunstwerken aus der Ausstellung 'Aufgemischt' herzustellen", so die Leiterin der Kunstvermittlung Ingrid Fisch. "Zu Beginn des Workshops wurden die Kinder aufgefordert, durch die Dauerausstellung zu gehen und sich Ideen 'zu klauen', um einen Ausgangspunkt für die Geschichten zu finden, die später ihre Skateboarddecks erzählen sollen."

Bestimmte Aspekte für die sich die Workshopteilnehmer besonders interessierten, wurden ganz genau unter die Lupe genommen, wie beispielsweise die Farbe Blau des Kunstwerks "Monochrome Bleu" von Yves Klein oder die Technik des Künstlers Simon Hantaï, die er bei seinem Werk "Étude" anwendete. Darüber hinaus diskutierte die Gruppen unter anderem über die Fragen "Ist das überhaupt Kunst?" oder "Warum heißt die Ausstellung 'Aufgemischt'?".

Bei der Gestaltung der Decks war nicht nur Kreativität, sondern auch handwerkliches Geschick von den Kindern gefordert. Um die Skateboards bearbeiten zu können, mussten diese erst abgeschmirgelt werden. Danach konnten die jungen Kinder die Decks bemalen oder mit Zeichnungen bekleben.

Hintergrund: die U20-Sommerakdemie im LWL-Landesmuseum

Die U20-Sommerakademie des LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte startete am Sonntag, 18.Juli, mit einem großen Sommerfest. Insgesamt haben Kinder und Jugendliche im Alter von sechs bis 20 Jahren an dem Ferienprogramm des LWL- Landesmuseums teilgenommen. Für die Sechs- bis Zehnjährigen stand der "kleine Freitag" auf dem Programm. An sechs Freitagen konnten die Kinder jeweils drei Stunden ihr künstlerisches Geschick unter anderem in dem Workshop "Angeschaut - Porträts aus Alltagsdingen" unter Beweis stellen.

"Die Großen" (elf -15 Jahre) hatten die Auswahl zwischen fünf, jeweils dreitägigen Workshops. Beispielsweise wurde den Jugendlichen neben der Kreation von beweglichen Manga-Figuren im Workshop "Heldenmacher: Manga- Papiertheater" die Möglichkeit geboten, eine wilde Party-Installation im Workshop "Partypeople- Festschmaus-Installation" zu entwerfen.

Für ein Kommunikationstraining konnten sich 16- bis 20-Jährigen anmelden. Im Workshop "Livespeaker" wird den Teilnehmern vom 24. bis 26. August vermittelt, wie sie sich in Referaten oder in Bewerbungsgesprächen am besten präsentieren

Quelle: Pressemeldung Landschaftsverband Westfalen-Lippe

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