Leipziger Studenten gestalten Betonskulpturen

21.07.2008 | Berlin
„Beton und Licht“

„Beton und Licht“ war im Juli das Motto für die Architekturstudenten im Hauptstudium an der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur (HTWK) in Leipzig. In den Laborräumen der HTWK gestalteten sie Skulpturen aus Leichtbeton. Dabei galt es, den Beton in irgendeiner Form mit Licht zu verbinden. Ziel der Aktion war es, ein Gefühl für den Baustoff zu bekommen und ein wenig Praxis in den Studienalltag zu bringen.

An Einfallsreichtum mangelte es den Leipziger Studenten nicht: die Einen betonierten eine Stehlampe ein, die Anderen durchzogen die Schalung mit unzähligen Schnüren aus Angelsehne und die nächste Gruppe entwarf eine ausgefeilte Schalung für eine Art Betontruhe mit Schlitzen in den Seiten. Irgendwie muss doch das Licht in den Beton zu bringen sein. Das dachte sich wohl auch Dipl.-Ing. (FH) Martin Grünert, Leiter des Wahlpflicht-Kurses „Modellbau“, als er seine Studenten mit dieser Aufgabe betraute. Um den Kontrast zwischen Beton und Licht noch zu verstärken, wurden schwarze Farbpigmente in die Betonmischung gegeben.

Parallel zu den Studenten im Hauptstudium entwarfen auch die Studenten des zweiten Semesters im Rahmen ihres Kurses „plastisch-räumliches Gestalten“ Figuren aus Beton. Unter Anleitung von Professor und Architekt Hubert Herrmann fand das „Beton-Seminar der anderen Art“ bereits das vierte Jahr statt. „Rund, eckig, Kerbe und Loch“ lautete auch diesmal das Motto. Demnach sollte jede Skulptur ein rundes und ein eckiges Element, eine Kerbe und ein Loch aufweisen.

Phantasie und Geschick waren von den Studenten gefordert: wie im richtigen Baualltag mussten sie für ihre Skulpturen zunächst Skizzen erstellen, dann die Schalungen aus Gips oder Styropor bauen, den Beton selbst anmischen und die Formen ausgießen. Mitte Juli wurden die Figuren ausgeschalt. Die fertigen Skulpturen wurden Ende Juli in der HTWK versteigert. Mit dem Erlös wollen die Studenten weitere derartige Projekte finanzieren.

Bei der Vorbereitung der Betonarbeiten wurde die Hochschule von BetonMarketing Ost unterstützt. Gearbeitet wurde mit einer Leichtbeton-Fertigmischung. Insgesamt ein Kubikmeter Leichtbeton wurde angemischt und dann zu verschiedensten Objekten verarbeitet.

Die Wahl fiel bei der Aktion nicht zufällig auf den Baustoff Beton, denn dieser bietet ein enormes Gestaltungspotential. „Die Grenzen des Betons sind die Grenzen unserer Phantasie.“, sagte einmal Bernd Hillemeier, Professor für Baustoffkunde an der Technischen Universität Berlin. Der verwendete Leichtbeton ist ideal für konstruktive und gestalterisch anspruchsvolle Bauvorhaben. Im heutigen Baugeschehen findet Leichtbeton in vielen Bereichen Anwendung; beispielsweise zum Verfüllen von Sandwichplatten und Schalungssteinen, zum Betonieren von Stützen, Pfeilern, Decken und Böden, aber auch bei der Renovierung und Sanierung von Gebäuden sowie beim Bau von Industrieanlagen, Wohn- und Geschäftshäusern.

Quelle: Pressemeldung BetonMarketing Deutschland GmbH

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