Kulturdezernentin Grosse: "Öffentliche Diskussion schadet dem Gutenberg-Museum"
Kulturdezernentin Marianne Grosse bezeichnet die öffentliche Diskussion über die Nachfolge in der Direktion des Gutenberg-Museums und die dazu in der Presse genannten Namen der Kandidaten als "überaus schädlich" für die Institution. "Man muss bedenken, dass die Bewerber bereits in zum Teil sehr prominenten Positionen tätig sind und die Veröffentlichung einer Kandidatur ihnen nachhaltig schaden kann", so Grosse. Aber nicht allein der Respekt vor den Bewerbern um eine so wichtige Stelle in der deutschen Museumslandschaft, sondern vor allem auch vor den Entscheidungen des Mainzer Stadtrats mache es erforderlich, "diese Dinge vertraulich und stets sachlich" zu behandeln.
"Konstruktive Kritik an politischen Entscheidungen ist erwünscht und angebracht, entscheidend sind aber der richtige Weg, der richtige Zeitpunkt und die richtige Form, sie zu äußern - und auch zu wissen, wann man besser schweigen sollte", so die Kulturdezernentin. "Ich selber äußere mich erst heute erstmals öffentlich, weil die Achtung vor dem Stadtrat und vor vertraulichen Personalentscheidungen dies nicht nur von mir, sondern von allen Mandatsträgern verlangt."
Zur Debatte, ob ein Kunsthistoriker oder ein Historiker künftig das Museum führen soll, verweist Kulturdezernentin Grosse auf die Geschichte des Gutenberg-Museums. "Allein daraus ist ersichtlich, dass es seit der Lösung des Museums von der Stadtbibliothek eine starke kunsthistorische Linie in der Reihe der namhaften Direktoren gibt. Ich erinnere etwa an den renommierten Kunsthistoriker Prof. Dr. Hans Adolf Halbey und nicht zuletzt an die noch amtierende Direktorin Dr. Eva-Maria Hanebutt-Benz, die ebenfalls Kunsthistorikerin ist", so die Kulturdezernentin.
Quelle: Pressemeldung Stadt Mainz
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