Kandinsky Prize - Deutsche Bank fördert ersten russischen Preis für Gegenwartskunst

20.09.2007 | Frankfurt am Main
Die Deutsche Bank und das führende Kunstmagazin Russlands "ArtChronika" präsentieren am 20. September 2007 in einer Pressekonferenz die Shortlist des "Kandinsky Prize". Die Künstler dieser Vorauswahl werden ab November in Ausstellungen im Zentralen Haus der Künstler in Moskau und in St. Petersburg präsentiert.

Vergeben wird der erste russische Preis für Gegenwartskunst am 4. Dezember 2007 in Moskau in den Kategorien Künstler des Jahres, Preis für den besten jungen Künstler, Preis für Medienkunst und dem Publikumspreis. Die Werke der prämierten Künstler werden 2008 auch in Deutschland und den USA zu sehen sein.

Benannt nach dem weltberühmten russischen Maler, soll mit dem "Kandinsky Prize" das Erbe seines avantgardistischen Denkens auch im 21. Jahrhundert gewürdigt werden. Der mit insgesamt über 55.000 Euro höchstdotierte russische Kunstpreis bietet Einblicke in die wichtigsten Trends und Positionen der nationalen Kunstszene. In diesem Kontext ist die Prämierung bereits mit dem Turner Prize verglichen worden, der in analoger Weise Protagonisten der englischen Kunstszene ehrt. Weitere Zielsetzung der Gründer des Preises ist es, Partnerschaften mit bedeutenden öffentlichen und privaten Institutionen einzugehen, die an den kulturellen Entwicklungen in Russland interessiert sind. Schon aus diesem Grund ist geplant, die Ausstellung der nominierten Künstler nach der Preisverleihung auch international zu zeigen.

Die Jury des Preises besteht neben einem renommierten Künstler aus bekannten russischen und internationalen Kunstkritikern und Kuratoren sowie aus Vertretern der Deutschen Bank. Der hochkarätigen Expertenrunde steht ein Kuratorium mit Shalva Breus, dem Verleger des ArtChronika Magazine, Dr. Tessen von Heydebreck, Vorsitzender des Vorstands der Deutsche Bank Stiftung, und unter anderen auch Samuel Keller, der designierte Direktor der Fondation Beyeler in Basel.

"Mit diesem Preis engagieren wir uns für die junge russische Kunstszene", erklärt Dr. Tessen von Heydebreck, "und setzen so unser bald 25jähriges Engagement in Russland fort. Nach Ausstellungen, die wir gefördert haben, und eigenen Präsentationen aus der Sammlung Deutsche Bank freuen wir uns nun, künstlerische Talente des Landes unterstützen zu können. Entspricht es doch dem Selbstverständnis der Bank, dem einzelnen zu ermöglichen, über sich selbst hinaus zu wachsen und dabei auch die Innovativkraft zeitgenössischer Kunst zu nutzen." Diesen Gedanken unterstreicht ebenso der dreimonatige Gastaufenthalt des Prämierten der Kategorie "Bester jungen Künstler" in der Villa Romana. Das Künstlerhaus in Florenz, zugleich das älteste kulturelle Engagement der Deutschen Bank, hat sich wie der "Kandinsky Prize" der Förderung junger Kunst verschrieben und belegt eindrucksvoll die sowohl länder- als auch institutionsübergreifende, internationale Vernetzung kultureller Aktivitäten der Bank.

Der Kandinsky Prize ist das aktuellste Beispiel eines inzwischen 25-jährigen deutsch-russischen kulturellen Dialogs. Die langjährige Tradition des von der Bank geförderten bilateralen Kulturaustausches umfasst seit 1983 die Förderung zahlreicher Ausstellungen innerhalb Russlands. Neben der 1997 präsentierten "Georg Baselitz"-Ausstellung wurden in Kooperation mit der Staatlichen Ermitage und dem Puschkin-Museum 2002 und 2004/2005 auch zwei umfangreiche thematische Ausstellungen aus der Sammlung Deutsche Bank in St. Petersburg und Moskau gezeigt. Mit der von der Guggenheim-Foundation konzipierten Austellungstournee "Amazons of the Avant-Garde" (1999-2000) wurde außerdem die Präsenz russischer Kunst interntional unterstützt. Nach dem Polnischen Kunstpreis "Views", der in diesem Jahr zum dritten Mal in Warschau verliehen wird, ist der Kandinsky Prize die zweite hochkarätige Auszeichnung für Gegenwartskunst, den die Deutsche Bank mit initiiert hat und maßgeblich unterstützt.

Quelle: Pressemeldung Deutsche Bank AG

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