Informatikgeschichte zum Anhören, Ansehen und Anfassen an der TU Dresden

14.05.2008 | Dresden
Am 15. und 16. Mai findet an der TU Dresden das Symposium "Informatik in der DDR" (IDDR) statt, welches einen wichtigen Teil Informatikgeschichte und rechentechnische Entwicklungen in der DDR widerspiegelt und diese zugleich mit aktuellen Entwicklungen verbindet.

Verdeutlicht wird dies besonders durch die Kombination der wissenschaftlichen Tagung mit der Ausstellungseröffnung "Informatik in der DDR" in den Technischen Sammlungen Dresden am 15. Mai. Die Sonderausstellung zeigt mit ihren Exponaten das rasante Tempo der letzten Jahrzehnte in der Computer- und Softwareherstellung.

Die IDDR ist eine Tagungsreihe, die seit 2004 von Hochschulen in den neuen Bundesländern gemeinsam mit der Gesellschaft für Informatik e.V. (GI) veranstaltet wird. Das dritte Symposium soll eine würdige Fortsetzung der in Chemnitz (2004) und Erfurt (2006) durchgeführten Tagungen werden.

Diesmal haben sich engagierte Wissenschaftler unter dem Untertitel "Grundlagen und Anwendungen" stärker an die "Softwarepioniere" der DDR gewandt.

Wenn auch der Begriff "Software" in der DDR, wie in verschiedenen Beiträgen immer wieder berichtet wird, offiziell verpönt war, so war Software für die Fachleute und insbesondere die Wissenschaftler ein selbstverständlicher Begriff. Dabei soll nicht verschwiegen werden, dass die DDR auch Software "adoptierte", wie in dem Beitrag über die PC-Software in der DDR berichtet wird.

Dresden hat sich in der sächsischen IT-Industriegeschichte einen Namen sowohl in der Hardware- als auch in der Softwareentwicklung gemacht. Viele dieser Entwicklungen haben bis heute ihre Spuren, insbesondere durch Firmengründungen nach 1990, hinterlassen. Ziel der Tagungen ist es, Bilanz zu den wissenschaftlichen und technischen Entwicklungen auf dem Gebiet der Informatik in der DDR zu ziehen.

Schwerpunkte des Symposiums: Forschung, Informatikausbildung in Schule und Hochschule, Datenbanken, Anwendungslösungen, Betriebssysteme und Rechentechnik

Einen breiten Raum nehmen Beiträge zur wissenschaftlichen Arbeit an den klassischen Forschungseinrichtungen der DDR, der Akademie der Wissenschaften, den Universitäten und dem Zentrum für Forschung und Technik Robotron ein. Darin eingeschlossen sind Beiträge zur Softwaretechnologie und der Datenbankentwicklung.

Quelle: Pressemeldung Technische Universität Dresden

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