Fahrenschon: "Gartenkunst wie zur Zeit Ludwigs XIV.!"
Wer eine umfangreiche Sammlung großer und ansehnlicher Zitrusbäume kultivieren und präsentieren konnte, bewies Machtfülle und Finanzkraft", stellte Finanzminister Georg Fahrenschon bei der Eröffnung der Ausstellung "Pomeranzen-Gold - Fürstliche Orangeriekultur in Bayern" auf Herrenchiemsee am Freitag (21.5.) fest.
Die Sonderausstellung der Bayerischen Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen präsentiert neben der Schauseite der Orangeriekultur auch die faszinierende Seite der Kultivierung der an Sonne gewöhnten Zitrusbäume in den klimatischen Bedingungen Bayerns. Die Arbeit "hinter den Kulissen" hat viele Aspekte, um eine optimale Kultur dieser fremdländischen Pflanzen sicherzustellen. So stehen im Mittelpunkt der Ausstellung nicht nur die Pomeranzen-, Orangen und Zitronenbäume selbst, sondern auch ihre aufwändige Pflege, die Gebäude für ihre Überwinterung sowie der Transport der oft mächtigen Kübelpflanzen.
Für einen angemessenen Raum zu dem Beitrag der Schlösserverwaltung für die Landesgartenschau 2010 in Rosenheim sorgt der Neubau eines Pflanzenhauses für die Schloss- und Gartenverwaltung Herrenchiemsee. Dieses hochmoderne Gewächshaus verfügt nach modernsten Kriterien über einen so genannten Energieschirm zur Minimierung der Wärmeverluste und eine unterirdische Zisterne für das Gießwasser der Pflanzenkulturen. König Ludwig II. konnte seinen geplanten Bau einer Orangerie vor seinem Tod nicht mehr verwirklichen.
Die Sonderausstellung auf der Herreninsel werbe nach den Worten von Fahrenschon auch für die anderen Objekte der Bayerischen Schlösserverwaltung, für die großen und kleinen Orangerien überall in Bayern, in denen noch heute Zitrusbestände als wesentliche Bestandteile der jeweiligen Gärten kultiviert werden. Fahrenschon erwähnt beispielhaft die Orangerien in Würzburg, Bayreuth, Ansbach und Seehof. Für die nächste Landesgartenschau 2012 in Bamberg bereite die Schlösserverwaltung in Seehof als Beitrag eine Revitalisierung des ehemaligen Orangerieparterres intensiv vor.
Als Finanzminister freute sich Fahrenschon besonders darüber, dass der Freistaat die Kosten für die Ausstellung "Pomeranzen-Gold - Fürstliche Orangeriekultur in Bayern" nicht allein schultern musste. Er dankte daher dem Lions Club Prien für die finanzielle Unterstützung. Dank sagte er auch den Leihgebern für die besondere Ausstellung, wie der Klassik-Stiftung Weimar oder der Staatlichen Schlösserverwaltung Baden-Württemberg.
Die ersten Zitruspflanzen von Italien brachte höchstwahrscheinlich die Augsburger Kaufmannsfamilie der Fugger nach Bayern, erinnerte Fahrenschon. Am Münchner Hof wurden vermutlich die ersten Pomeranzen überhaupt in Deutschland kultiviert. Herzog Albrecht V. konnte bereits im Frühjahr 1554 einige Pomeranzenpflanzen an den Stuttgarter Hof weitergeben. Die Rolle der Zitruspflanzen im höfischen Leben vom 17. bis 19. Jahrhundert verdeutlicht etwa Markgraf Friedrich von Brandenburg-Bayreuth, der Gemahl der kunstsinnigen Markgräfin Wilhelmine, der um 1750 für eine erstaunliche Summe von 270.000 Gulden 900 Zitrusbäume in Italien erwarb. Zum Vergleich hierzu verdiente beispielsweise der Direktor der Porzellanmanufaktur Höchst seinerzeit 33 Gulden im Monat.
Quelle: Pressemeldung Bayerische Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen
Dieser Beitrag wurde bisher 53 mal gelesen.
(Rang 98 auf museumsausstellungen.de)
Weitere News
Einweihung Mainzer Synagoge: Teilnahme von jüdischen Gästen aus dem Ausland
27.08.2010 | Oberbürgermeister Jens Beutel: "Die Einweihung der neuen Mainzer Synagoge am Standort der im November 1938...
weiter in Einweihung Mainzer Synagoge: ...Bilderfreuden: Öffentliche Führung durch die Ausstellung in der Stadtbibliothek
16.07.2010 | Am Samstag, 24. Juli 2010 findet um 11.00 Uhr eine öffentliche Führung durch die Ausstellung "Bilderfreuden....
weiter in Bilderfreuden: Öffentliche Führung ...Buffalo Bill in Zinn gegossen
17.06.2010 | Am Sonntag, 20. Juni 2010, findet von 15.00 bis 17.00 Uhr vor dem Stadthistorischen Museum in Mainz (Zitadelle...
weiter in Buffalo Bill in Zinn gegossen ...Botticelli-Spezial für Grimme Online Award nominiert
11.05.2010 | Für ihr interaktives Webspecial zu der Frankfurter Botticelli-Ausstellung wurde die Online-Redaktion des...
weiter in Botticelli-Spezial für Grimme ...Im Urlaub mal anders schlafen: Außergewöhnliche Übernachtungsmöglichkeiten
04.05.2010 | Im neuen Center Parcs-Ferienpark Moselle im Wald wohnen. Neu im Programm: Übernachten im Kloster....
weiter in Im Urlaub mal anders schlafen: ...Aktuelles
Hochwertige Infrarotstrahler: hohe Qualität der Nachtsichtgeräte der Alpha Phontonics Industries AG
Wer es mit Sicherheitsüberwachung oder Naturbeobachtung in...
weiter ...Neuigkeiten
Auch Land unterstützt Fassadensanierung des Schlosses
400.000 Euro aus Mitteln des "Konjunkturpaket II"
weiter ...Kosmetik, Kunst und Karitas
Unter dem Titel "Oscar Troplowitz - Sozialer Unternehmer und...
weiter ...Weitere Themen
Einweihung Mainzer Synagoge: Teilnahme von jüdischen Gästen aus dem Ausland
Oberbürgermeister Jens Beutel: "Die Einweihung der neuen...
weiter ...Bilderfreuden: Öffentliche Führung durch die Ausstellung in der Stadtbibliothek
Am Samstag, 24. Juli 2010 findet um 11.00 Uhr eine...
weiter ...Archiv
Tag der offenen Tür in der neuen Synagoge am 05. September 2010
Der 05. September 2010 ist nicht nur der "Europäische Tag...
weiter ...Der BMW Group Junior Campus in Berlin ist eröffnet
Drei- bis 13-Jährige können sich bis zum 3. Juli interaktiv...
weiter ...Verschiedenes
Hochwertige Infrarot Strahler der Alpha Phontonics Industries AG mit starker IR- Beleuchtung
Alle Nachtsichtgeräte (Restlichtverstärker) funktionieren...
weiter ...

