Drittes Konzert der "Nachtmusik der Moderne" am 19. Juni 2010 mit Werken von Paul Hindemith.
Damit stellt das Museum für zeitgenössische Kunst erneut die einzigartigen Räumlichkeiten für ein Konzert des Münchener Kammerorchesters unter der Leitung von Alexander Liebreich zur Verfügung, das jeweils einen herausragenden zeitgenössischen Komponisten porträtiert.
Vor dem Konzert wird Alexander Liebreich ab 21 Uhr gemeinsam mit Musikwissenschaftler Dr. Dieter Rexroth ein Gespräch zum Werk und Komponisten führen. Die Ausstellungsräume des Erd- und Untergeschosses sind für die Zuhörer während der Einführung sowie in der Pause geöffnet. Ebenso bietet das Café bis spät in den Abend Getränke und kleine Speisen an.
19.06.2010 PAUL HINDEMITH (1895-1963)
Einem großen Komponisten des 20. Jahrhunderts, Paul Hindemith, ist die dritte Nachtmusik der Saison 2009/10 gewidmet. Nachdem Hindemith Anfang der 20er Jahre als Begründer einer neuen Avantgarde - unter den Begriffen Expressionismus und Neue Sachlichkeit - gefeiert worden war, wurde die Rezeption seines Werks ab den 30er Jahren zunächst durch die Nationalsozialisten, die ihn ins amerikanische Exil trieben, verhindert. In der Nachkriegszeit wurde seine Musik durch die Neue Darmstädter Schule und Adorno dann als reaktionär gebrandmarkt. Erst in den letzten beiden Jahrzehnten hat es eine Reihe von Annäherungen an sein vielgestaltiges Schaffen gegeben.
Auf dem Programm der Nachtmusik stehen zwei zentrale Werke, die Hindemith für sein Instrument, die Bratsche, schrieb: die Sonate "op. 11 Nr. 4" und die 1936 entstandenen "Trauermusik". Ergänzt wird das Programm durch die "Fünf Sätze op. 44/4" für Streichorchester sowie durch die 1940 entstandene Ballettmusik "Die vier Temperamente - Thema mit Variationen" für Klavier und Streichorchester.
Die Solisten dieser "Nachtmusik der Moderne" sind zwei der bedeutendsten französischen Musiker der jüngeren Generation, die beide sowohl als Solisten als auch als Kammermusiker international gefeiert werden: der Bratscher Antoine Tamestit und der Pianist Éric Le Sage.
Die BMW Group ist der Pinakothek der Moderne eng verbunden. Sie ist maßgeblich in der "Art of the Car Design" der Neuen Sammlung vertreten und fördert die "Nachtmusik der Moderne" seit deren Beginn im Jahr 2003 als exklusiver Partner. Zum wiederholten Mal unterstützt auch die European Computer Telecoms AG gemeinsam mit BMW das Münchener Kammerorchester bei der Nachtmusik der Moderne.
Quelle: Pressemeldung BMW AG
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