Auf den Spuren von Schacht Hercules
Fast 450 Meter war der Schacht tief, aus dem die Zeche Nachtigall bis 1892 Kohle gefördert hat. Was ist mit dem "Hercules" an der Ruhr geschehen? Am Donnerstag, 16. September, ab 19 Uhr lädt der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) zu einem Vortrag über das einstige Herzstück der Zeche ein. Dr. Olaf Schmidt-Rutsch nimmt die Zuhörer mit zu den Ursprüngen und zum Ende von Schacht Hercules und berichtet von seiner Wiederentdeckung beim Aufbau des Museums. Die Veranstaltung begleitet die Sonderausstellung, "Hercules - Vom Olymp ins Ruhrtal", die noch bis zum 14. November im LWL-Industriemuseum Zeche Nachtigal zu sehen ist. Der Eintritt ist frei.
1839 begann man in Witten-Bommern, dort wo sich heute das LWL-Industriemuseum Zeche Nachtigall befindet, einen Schacht abzutäufen. Der nach dem griechischen Helden "Hercules" benannte Schacht, symbolisiert den entgültigen Übergang des Bergwerks zum industriellen Tiefbau. Nach drei Jahren Bauzeit konnte 1842 erstmals Kohle aus 92 Metern Tiefe gefördert werden. Aber der Schacht diente nicht nur zur Förderung der Kohle, sondern wurde auch zum Transport der Bergleute, als Luftschacht und zur Wasserhaltung gebraucht. Dafür musste er immer weiter ausgebaut werden. Mit der Schließung der Zeche Nachtigall verlor auch der Schacht Hercules 1892 seine Funktion. Er wurde übermauert und erst bei Bauarbeiten im Museum wieder frei gelegt. Heute ist er in der Dauerausstellung als einzigartiges industriearchäologisches Denkmal des Ruhrbergbaus zu sehen.
Quelle: Pressemeldung Landschaftsverband Westfalen-Lippe
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